Lamotrigin: HLH-Risiko, Diagnostik und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2018-25 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert basierend auf Daten der FDA über ein seltenes, aber schwerwiegendes Risiko unter der Therapie mit Lamotrigin. Lamotrigin ist zur Behandlung von Epilepsien bei Patienten ab zwei Jahren sowie für bipolare Erkrankungen bei Erwachsenen zugelassen.

Im Zusammenhang mit der Einnahme kann es zu einer hämophagozytischen Lymphohistiozytose (HLH) kommen. Diese lebensbedrohliche Überaktivierung des Immunsystems tritt typischerweise innerhalb von Tagen bis Wochen nach Behandlungsbeginn auf.

Bei der erworbenen Form der HLH führen verschiedene Trigger zu einer Hyperinflammation und einem Zytokinsturm. Dies geht mit immunvermittelten Organschäden einher, wobei die unbehandelte Mortalität bei 95 Prozent liegt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein unerklärtes Fieber oder ein Hautausschlag in den ersten Tagen bis Wochen nach Beginn einer Lamotrigin-Therapie stellt ein wichtiges Warnsignal dar. Es wird empfohlen, in diesen Fällen differenzialdiagnostisch an eine hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) zu denken, da die Erkrankung unbehandelt eine Mortalität von 95 Prozent aufweist.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ-Information kann die hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) innerhalb von Tagen bis Wochen nach Behandlungsbeginn mit Lamotrigin auftreten.

Als Kernsymptome werden anhaltendes Fieber, Bi- oder Panzytopenie sowie eine Hepatosplenomegalie genannt. Die Symptome sind oft unspezifisch, was die Diagnose erschwert.

Die Diagnose wird gestellt, wenn ein Patient mindestens fünf von acht definierten Kriterien aufweist. Dazu gehören unter anderem Fieber, Splenomegalie, Zytopenien und stark erhöhte Ferritinwerte.

Die AkdÄ warnt, dass die Mortalität einer unbehandelten hämophagozytischen Lymphohistiozytose bei 95 Prozent liegt. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind daher prognostisch entscheidend.

Es wird empfohlen, die Gabe von Lamotrigin sofort zu beenden, wenn eine HLH oder eine andere schwere Immunreaktion vermutet wird. Zudem ist eine umgehende Untersuchung bei unerklärtem Fieber oder Hautausschlag indiziert.

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Quelle: AkdÄ: Information der FDA zu Lamotrigin: Überschießende Reaktion des Immunsystems. (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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