LABA bei Asthma: Risiko der Monotherapie ohne ICS

Diese Leitlinie stammt aus 2009 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichte 2009 eine erneute Nutzen-Risiko-Bewertung zu langwirksamen Beta-Mimetika (LABA) wie Formoterol und Salmeterol in der Asthmatherapie. Hintergrund war eine Metaanalyse der US-Zulassungsbehörde FDA.

Die FDA-Auswertung von 110 Studien mit rund 61.000 Patienten zeigte, dass die LABA-Therapie bei Asthmapatienten mit einem erhöhten Risiko für asthmabedingte Krankenhausaufenthalte, Intubationen und Todesfälle einhergehen kann.

Auffällig war bei der Analyse, dass in den untersuchten US-Studien nur 55 bis 65 Prozent der Teilnehmer eine entzündungshemmende Basistherapie mit Kortikoiden erhielten. Dies führte zu einer differenzierten Bewertung der Monotherapie im Vergleich zur Kombinationstherapie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das BfArM weist darauf hin, dass langwirksame Beta-Mimetika (LABA) bei Asthma nicht als Monotherapie, sondern in Kombination mit einer ausreichenden Basistherapie durch inhalative Kortikoide (ICS) eingesetzt werden sollen. Es wird betont, dass eine LABA-Gabe erst dann indiziert ist, wenn die alleinige ICS-Therapie keine ausreichende Symptomkontrolle bietet.

Häufig gestellte Fragen

Eine FDA-Metaanalyse zeigte ein erhöhtes Risiko für asthmabedingte Krankenhausaufenthalte, Intubationen und Todesfälle unter der Therapie mit langwirksamen Beta-Mimetika (LABA). Dies betraf insbesondere Patienten, die keine ausreichende Kortikoid-Basistherapie erhielten.

Ja, der Einsatz von Kombinationspräparaten aus LABA und Kortikoiden wird laut BfArM weiterhin für Kinder und Erwachsene empfohlen. Die Nutzen-Schadens-Bilanz von reinen LABA-Monopräparaten wird jedoch als negativ eingestuft.

Die ausgewerteten Daten zeigen ein besonders erhöhtes Risiko für schwere asthmabedingte Ereignisse bei Kindern im Alter zwischen 4 und 11 Jahren. Ebenso wurde ein erhöhtes Risiko bei der afroamerikanischen Bevölkerung festgestellt.

Laut BfArM erhalten Patienten in Deutschland im Regelfall inhalative Kortikoide (ICS) als Basistherapie, während in den US-Studien nur 55 bis 65 Prozent der Teilnehmer eine solche erhielten. LABAs werden hierzulande leitliniengerecht nur als Zusatztherapie bei unzureichender ICS-Wirkung eingesetzt.

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Quelle: Langwirksame Beta-Mimetika (Formoterol, Salmeterol) zur Asthmatherapie: Erneute Nutzen-Risiko-Bewertung (BfArM, 2009). Originaldokument ansehen

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