Kolorektalkarzinom: Sporttherapie und Lebensqualität

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Kolorektalkarzinom ist die dritthäufigste Krebsart weltweit. Die Diagnose und die anschließende Behandlung können die körperliche und geistige Gesundheit der Betroffenen stark beeinträchtigen.

Bei anderen Krebserkrankungen ist der Nutzen von körperlicher Aktivität zur Linderung von Behandlungsnebenwirkungen bereits belegt. Zudem ist die kardiovaskuläre Fitness ein starker Prädiktor für das allgemeine und krebsspezifische Sterblichkeitsrisiko.

Der vorliegende Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Sportinterventionen bei Personen mit nicht-fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom (T1-4 N0-2 M0). Die eingeschlossenen Studien betrachten Betroffene während oder nach einer neoadjuvanten, adjuvanten oder chirurgischen Therapie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Obwohl Sport bei nicht-fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom die Lebensqualität und Fatigue in den ersten sechs Monaten nachweislich verbessert, sollte nicht erwartet werden, dass dadurch klinische Depressionen oder Ängste gelindert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass für die psychische Belastung separate psychoonkologische Konzepte erforderlich sind.

Häufig gestellte Fragen

In den Studien des Cochrane Reviews wurden verschiedene Trainingsformen wie Gehen, Radfahren, Krafttraining, Yoga und Rumpfstabilisationsübungen evaluiert. Die Interventionen fanden sowohl unter Anleitung als auch selbstständig zu Hause statt.

Die am häufigsten untersuchte Dauer der körperlichen Aktivitätsprogramme betrug 12 Wochen. Die positiven Effekte auf Fitness und Lebensqualität ließen sich bis zu einem Follow-up von sechs Monaten nachweisen.

Laut der Meta-Analyse gibt es keine Evidenz dafür, dass körperliche Aktivität die krankheitsbezogene psychische Gesundheit wie Angstzustände oder Depressionen signifikant verbessert. Hierfür sind vermutlich spezifischere therapeutische Interventionen notwendig.

Die Auswertung zeigt keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse durch die Sportinterventionen. Es wurden lediglich leichte Beschwerden wie Nacken-, Rücken- oder Muskelschmerzen berichtet.

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Quelle: Cochrane Review: Physical activity interventions for disease-related physical and mental health during and following treatment in people with non-advanced colorectal cancer (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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