IQWiG2021Onkologie

Kolorektalkarzinom (MSI-H/dMMR): Pembrolizumab-Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Pembrolizumab. Der Wirkstoff wird zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden Kolorektalkarzinoms bei Erwachsenen eingesetzt. Voraussetzung ist, dass die Tumore eine hochfrequente Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) aufweisen.

Die Bewertung unterscheidet zwei Patientengruppen. Zum einen Patienten, für die eine intensive Therapie geeignet ist, und zum anderen Patienten, für die eine solche Therapie nicht infrage kommt. Als Vergleichstherapie diente eine patientenindividuelle Chemotherapie (wie FOLFOX oder FOLFIRI) mit oder ohne Bevacizumab beziehungsweise Cetuximab.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht ist bei der Therapie mit Pembrolizumab besonders auf das Risiko immunvermittelter schwerwiegender unerwünschter Ereignisse zu achten. Es wird betont, dass vor Therapiebeginn keine systemischen Kortikosteroide gegeben werden sollten, um die Wirksamkeit nicht zu gefährden. Ein anfängliches Tumorwachstum kann ein atypisches Ansprechen darstellen und erfordert bei klinisch stabilen Patienten nicht zwingend einen sofortigen Therapieabbruch.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG gibt es einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen bei Patienten, für die eine intensive Therapie geeignet ist. Für Patienten, für die eine intensive Therapie nicht infrage kommt, ist ein Zusatznutzen mangels Daten nicht belegt.

Der Bericht empfiehlt die Testung auf eine hochfrequente Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR). Nur bei Vorliegen dieser Marker ist die Therapie in der Erstlinie angezeigt.

Die Bewertung zeigt insgesamt einen Vorteil bei schweren Nebenwirkungen im Vergleich zur Chemotherapie. Es wird jedoch auf ein erhöhtes Risiko für immunvermittelte schwerwiegende unerwünschte Ereignisse sowie Arthralgien hingewiesen.

Es wird eine Dosierung von 200 mg alle 3 Wochen oder 400 mg alle 6 Wochen als 30-minütige intravenöse Infusion empfohlen. Die Behandlung sollte bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität erfolgen.

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Quelle: IQWiG A21-36: Pembrolizumab (Kolorektalkarzinom)- Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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