Knochenmarkzytologie: Indikation und Leukämiediagnostik
Hintergrund
Die Knochenmarkzytologie (KMZYTO) ist ein labordiagnostisches Verfahren zur mikroskopischen Untersuchung von Knochenmarkzellen. Laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at dient sie der weiterführenden Abklärung krankhafter Veränderungen des blutbildenden Systems, beispielsweise bei Verdacht auf Leukämie.
Im gesunden erwachsenen Organismus findet die Blutbildung (Myelopoese) im Knochenmark statt und umfasst die rote, weiße und thrombozytäre Zellreihe. Unter normalen Umständen werden nur ausgereifte Blutkörperchen oder reife Frühformen in das periphere Blut freigesetzt.
Das Auftreten unreifer Vorstufen im peripheren Blut macht weiterführende hämatologische Untersuchungen erforderlich. Neben der Leukozytentypisierung mittels Durchflusszytometrie ist für eine exakte Diagnosestellung immer auch eine Untersuchung des Knochenmarks notwendig.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor einer unsachgemäßen Probenverarbeitung bei der Erstellung von Markbröckchenausstrichen. Es wird darauf hingewiesen, dass ein zu dickes Ausstreichen des Materials oder ein zu starker mechanischer Druck die Zellen zerstören und die nachfolgende zytologische Beurteilung massiv erschweren können.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie ist die Untersuchung bei Verdacht auf Erkrankungen des blutbildenden Systems indiziert. Dies ist insbesondere der Fall, wenn unreife Vorstufen der blutbildenden Zellreihen im peripheren Blut auftreten.
Das Verhältnis zwischen Granulozytopoese und Erythrozytopoese (G:E-Verhältnis) beträgt im gesunden Knochenmark normalerweise 3:1. Es überwiegt somit die weiße Zellreihe aufgrund ihrer kürzeren Lebensdauer.
Die Leitlinie verweist auf die Einteilung der ÖGZ in vier Gruppen. Diese reichen von Gruppe 0 (nicht beurteilbar) über Gruppe A (kein Anhalt für Malignität) und B (unklare Dignität) bis zu Gruppe C (maligne).
Für die Knochenmarkaspiration werden typischerweise der Beckenkamm oder das Brustbein punktiert. Dort wird das Knochenmark nach der Punktion des Knochens angesaugt.
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Quelle: Laborwert: Knochenmarkdifferentialzellbild (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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