Klimabewusste Inhalativa: DPI-Umstellung (Asthma/COPD)
Hintergrund
Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale und die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) werden durch den Klimawandel und seine Ursachen begünstigt. Gleichzeitig tragen die zur Therapie eingesetzten inhalativen Arzneimittel selbst in unterschiedlicher Ausprägung zur Erderwärmung bei.
Treibgasbetriebene Dosieraerosole (DA) weisen ein vielfach höheres Schädigungspotenzial für die Atmosphäre auf als treibgasfreie Pulverinhalatoren (DPI). Zudem verfügen Dosieraerosole oft über kein Zählwerk, was den Verbrauch unübersichtlich macht und das Risiko einer unzureichenden Behandlung birgt.
Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) bietet eine Implementierungshilfe für den Praxisalltag. Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck in der pneumologischen Versorgung durch eine klimabewusste Verordnung zu senken.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie weist darauf hin, dass Dosieraerosole häufig über kein Zählwerk verfügen. Es wird betont, dass dadurch die Restfüllmenge oft nicht zuverlässig abgeschätzt werden kann, was einen erhöhten Verbrauch begünstigt und das Risiko einer unzureichenden Behandlung birgt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie enthalten Dosieraerosole Treibgase, die ein vielfach höheres Schädigungspotenzial für die Atmosphäre aufweisen als treibgasfreie Alternativen. Pulverinhalatoren verursachen hingegen keinen Klimaschaden durch Treibmittel.
Die Leitlinie stellt klar, dass die Nutzung eines Spacers (Vorschaltkammer) bei Pulverinhalatoren nicht möglich ist. Bei Dosieraerosolen ist der Einsatz eines Spacers hingegen problemlos machbar.
Es wird veranschaulicht, dass die Einsparung durch den Wechsel von einem Dosieraerosol auf einen Pulverinhalator erheblich ist. Je nach Therapie entspricht die Reduktion des CO2-Fußabdrucks etwa dem Verzicht auf eine Autofahrt oder einen Flug von 1000 Kilometern.
Ja, gemäß der Leitlinie steht das kurzwirksame Betasympathomimetikum Salbutamol als Pulverinhalator zur Verfügung. Somit kann auch die Bedarfstherapie klimabewusst gestaltet werden.
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Quelle: DGP S2k-Leitlinie Klimabewußte Verordnung von Inhalativa (Version 2.1) (DGP, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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