Gestationsdiabetes: oGTT-Grenzwerte und Diagnostik
Hintergrund
Das IQWiG-Merkblatt (P11-01) fasst die wesentlichen Informationen zum Screening auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) zusammen. Ein Gestationsdiabetes ist durch erhöhte Blutzuckerwerte definiert, die während der Schwangerschaft auftreten.
Erhöhte Blutzuckerwerte treten laut Dokument häufiger bei Frauen mit starkem Übergewicht, familiärer Diabetes-Vorbelastung oder einem früheren Schwangerschaftsdiabetes auf. In diesen Fällen wird oft schon zu Beginn der Schwangerschaft zu einem Test geraten.
Unbehandelt erhöht ein Gestationsdiabetes das Risiko für Geburtskomplikationen wie die Schulterdystokie aufgrund eines erhöhten Geburtsgewichts des Kindes. Zudem steigt das Risiko für eine Präeklampsie der Mutter.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Hinweis des Dokuments ist, dass orale Antidiabetika in der Schwangerschaft nicht zugelassen sind. Die medikamentöse Therapie beschränkt sich ausschließlich auf Insulin, falls Lebensstiländerungen nicht ausreichen. Zudem wird betont, dass die Diagnose bereits bei Erreichen oder Überschreiten eines einzigen Grenzwertes im 75-g-oGTT gestellt wird.
Häufig gestellte Fragen
Das Screening auf Gestationsdiabetes wird regulär im 6. oder 7. Schwangerschaftsmonat angeboten. Bei Vorliegen von Risikofaktoren kann bereits zu Beginn der Schwangerschaft ein Test sinnvoll sein.
Für den 50-g-Vortest ist keine Nüchternheit erforderlich. Der anschließende 75-g-Diagnosetest erfordert jedoch eine strikte Nüchternheit von mindestens acht Stunden.
Beim 75-g-Diagnosetest gilt die Diagnose als gesichert, wenn der Nüchternwert 92 mg/dl, der 1-Stunden-Wert 180 mg/dl oder der 2-Stunden-Wert 153 mg/dl erreicht oder überschreitet. Bereits ein einzelner erhöhter Wert ist diagnostisch richtungsweisend.
Laut IQWiG-Merkblatt ist Insulin das einzige zugelassene Medikament zur Blutzuckersenkung in der Schwangerschaft. Andere Diabetes-Medikamente sind für schwangere Frauen nicht zugelassen.
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Quelle: IQWiG P11-01: Merkblatt: Test auf Schwangerschaftsdiabetes - Rapid Report (IQWiG, 2012). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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