IQWiG2017Rheumatologie

Fersenschmerz: ESWT-Therapie und klinische Wirksamkeit

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht N15-06 untersucht den Nutzen der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) bei Patienten mit plantarem Fersenschmerz (Fasciitis plantaris). Diese Erkrankung ist durch eine Reizung und Entzündungsreaktion der Plantaraponeurose am Fersenbein gekennzeichnet.

Primär liegen dem Fersenschmerz mechanische Einflüsse zugrunde, die durch Faktoren wie Fußfehlstellungen oder Übergewicht begünstigt werden. Typische Symptome sind Anlaufschmerzen beim Gehen sowie deutliche Belastungsschmerzen.

Üblicherweise erfolgt zunächst eine konservative Behandlung mittels Einlagen, Dehnübungen oder Physiotherapie. Stellt sich nach etwa sechs Monaten keine Besserung ein, wird häufig die ESWT als nicht-invasive Alternative zu operativen Eingriffen angeboten.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Hinweis des IQWiG-Berichts ist, dass die ESWT im direkten Vergleich mit Glukokortikoidinjektionen oder strukturierten Dehnübungen bei der Schmerzreduktion unterlegen sein kann. Es wird daher nahegelegt, diese konservativen Basistherapien vor einer Eskalation zur Stoßwellentherapie vollständig auszuschöpfen. Zudem konnte keine Überlegenheit der ESWT gegenüber einer Operation nachgewiesen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht wird die ESWT in der Regel angeboten, wenn eine konservative Therapie über etwa sechs Monate keine Besserung erbracht hat. Sie dient als Alternative zu operativen Eingriffen.

Der Bericht leitet aus der Studienlage ab, dass die ESWT im Vergleich zu Glukokortikoidinjektionen einen geringeren Nutzen bezüglich der Schmerzreduktion aufweist. Kortisonspritzen zeigten in den untersuchten Studien eine bessere schmerzlindernde Wirkung.

Gemäß der Auswertung treten meist nur milde und vorübergehende Nebenwirkungen auf. Dazu zählen Rötungen, lokale Schwellungen, Hämatome sowie Schmerzen während der Anwendung. Schwerwiegende Komplikationen wurden in den Studien nicht beobachtet.

Der Bericht stellt fest, dass sich aus den vorliegenden Daten kein eindeutig empfehlenswertes Behandlungsprotokoll ableiten lässt. Es zeigte sich lediglich, dass höhere Gesamtenergiedosen wirksamer sind als extrem niedrig dosierte Behandlungen.

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Quelle: IQWiG N15-06: Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) beim Fersenschmerz (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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