Transkatheter-Trikuspidalklappenersatz: Indikation
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einer ergänzenden Nutzenbewertung. Gegenstand ist die endovaskuläre Implantation eines Transkatheter-Trikuspidalklappenersatzes bei Trikuspidalklappeninsuffizienz.
Zuvor wurde festgestellt, dass weder Nutzen noch Schädlichkeit der Methode als belegt anzusehen sind. Das vorliegende Addendum prüft, ob neue Studiendaten diese Einschätzung verändern.
Die Bewertung stützt sich maßgeblich auf neu publizierte Daten der randomisierten kontrollierten Studie TRISCEND II. Diese vergleicht die Klappenimplantation zusätzlich zur medikamentösen Therapie mit einer alleinigen leitliniengerechten medikamentösen Behandlung.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht warnt davor, dass das Gesamtrisiko des Eingriffs durch die unvollständige Publikation von Nebenwirkungen unterschätzt werden könnte. Es wird darauf hingewiesen, dass insbesondere in den ersten 30 Tagen nach der Implantation ein erhöhtes Mortalitätsrisiko sowie eine signifikant erhöhte Rate an schweren Blutungen und Schrittmacherindikationen bestehen.
Häufig gestellte Fragen
Ja, der IQWiG-Bericht bestätigt einen Vorteil der Intervention gegenüber der rein medikamentösen Therapie in Bezug auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Dies wurde durch signifikante Verbesserungen in standardisierten Fragebögen belegt.
Laut Auswertung besteht in den ersten 30 Tagen nach dem Eingriff ein erhöhtes Mortalitätsrisiko. Über einen längeren Zeitraum von einem Jahr gleicht sich die Sterblichkeit jedoch an, sodass insgesamt weder ein Vor- noch ein Nachteil erkennbar ist.
Die Daten zeigen ein erhöhtes Risiko für schwere Blutungen und die Notwendigkeit einer Herzschrittmacherimplantation. Zudem wurden vermehrt atrioventrikuläre Blöcke, Bradykardien und Klappenthrombosen beobachtet.
Das IQWiG bemängelt die unvollständige Berichterstattung zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen in der TRISCEND-II-Studie. Ohne patientenbasierte Gesamtauswertungen der Komplikationen ist eine abschließende Abwägung von Nutzen und Schaden derzeit nicht möglich.
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Quelle: IQWiG H24-04: Endovaskuläre Implantation eines Transkatheter-Trikuspidalklappenersatzes bei Trikuspidalklappeninsuffizienz – 2. Addendum zum Projekt H23-03 (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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