IQWiG2024Onkologie

Elranatamab: Therapie bei Multiplem Myelom (Indikation)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Nutzenbewertung A24-12 befasst sich mit dem Wirkstoff Elranatamab zur Behandlung des rezidivierten und refraktären multiplen Myeloms. Der Antikörper wird als Monotherapie bei erwachsenen Personen eingesetzt, die zuvor bereits mindestens drei Therapien erhalten haben.

Zu den zwingenden Vortherapien zählen ein immunmodulatorischer Wirkstoff, ein Proteasominhibitor sowie ein Anti-CD38-Antikörper. Zudem muss während der letzten Therapie eine Krankheitsprogression aufgetreten sein.

Das IQWiG bewertete den Zusatznutzen von Elranatamab gegenüber einer vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten patientenindividuellen Vergleichstherapie. Da der pharmazeutische Unternehmer lediglich Daten aus einer einarmigen Studie vorlegte, gestaltete sich der direkte Vergleich als methodisch schwierig.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Unter Elranatamab besteht ein hohes Risiko für ein Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS) sowie für das Immuneffektorzell-assoziierte Neurotoxizitätssyndrom (ICANS). Es wird dringend darauf hingewiesen, dass betroffene Personen während der Step-up-Dosierung und jeweils 48 Stunden nach Beendigung der ersten beiden Dosen kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen dürfen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen von Elranatamab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Der Grund hierfür ist das Fehlen von direkt vergleichenden Studiendaten.

Die Therapie beginnt mit einer Step-up-Dosierung von 12 mg an Tag 1 und 32 mg an Tag 4. Anschließend wird eine Erhaltungsdosis von 76 mg wöchentlich verabreicht, die bei Therapieansprechen ab Woche 25 auf ein zweiwöchentliches Intervall gestreckt wird.

Vor den ersten drei Dosen wird eine Vorbehandlung mit Paracetamol, Dexamethason und Diphenhydramin empfohlen. Dies dient der Prophylaxe eines Zytokin-Freisetzungssyndroms (CRS).

Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, wie etwa ICANS, wird ein sofortiges Aussetzen der Therapie empfohlen. Zudem sollte eine umgehende neurologische Beurteilung und entsprechende unterstützende Behandlung erfolgen.

Eine Impfung mit Lebendvirusimpfstoffen wird während der Therapie nicht empfohlen. Es sollte ein Abstand von mindestens vier Wochen vor Therapiebeginn und vier Wochen nach Therapieende eingehalten werden.

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Quelle: IQWiG A24-12: Elranatamab (multiples Myelom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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