Olaparib bei Ovarialkarzinom: Erhaltung und HRD-Status
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einem Addendum (A21-55) ergänzende Daten zur Nutzenbewertung von Olaparib bewertet. Gegenstand ist die Erstlinien-Erhaltungstherapie in Kombination mit Bevacizumab.
Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem (FIGO III und IV) high-grade epithelialem Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primärem Peritonealkarzinom. Voraussetzung ist ein positiver Status der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) sowie ein Ansprechen auf eine platinbasierte Erstlinienchemotherapie.
Grundlage der Bewertung ist die randomisierte kontrollierte Studie PAOLA-1. In diesem Addendum wurden spezifisch nachgereichte Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (EQ-5D VAS) sowie zu spezifischen unerwünschten Ereignissen analysiert.
💡Praxis-Tipp
Bei der Indikationsstellung für die Erhaltungstherapie mit Olaparib und Bevacizumab wird empfohlen, den genauen Operationszeitpunkt und das Ausmaß des Ansprechens auf die Chemotherapie zu berücksichtigen. Laut IQWiG-Bewertung profitiert die Subgruppe mit vollständigem Ansprechen oder Tumorfreiheit nach Primäroperation am deutlichsten von der Therapie.
Häufig gestellte Fragen
Die Bewertung bezieht sich auf Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom (FIGO III/IV) und positivem HRD-Status. Voraussetzung ist ein Ansprechen auf eine platinbasierte Erstlinienchemotherapie in Kombination mit Bevacizumab.
Laut den Daten der PAOLA-1-Studie zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied für das Auftreten einer akuten myeloischen Leukämie (AML) oder eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) im Vergleich zu Placebo.
In der Auswertung des EQ-5D VAS-Fragebogens konnte kein signifikanter Unterschied in der Zeit bis zur Verschlechterung des Gesundheitszustands nachgewiesen werden. Ein Zusatznutzen bezüglich der Lebensqualität ist laut IQWiG nicht belegt.
Ein positiver Status der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) ist im Rahmen dieser Bewertung definiert durch das Vorliegen einer BRCA-1/2-Mutation und/oder einer genomischen Instabilität des Tumors.
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Quelle: IQWiG A21-55: Olaparib (Ovarialkarzinom; Erstlinie Erhaltung in Kombination mit Bevacizumab) - Addendum zum Auftrag A20-111 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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