IQWiG2018Onkologie

Bosutinib bei CML: Indikation, Therapie, Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Bosutinib. Der Wirkstoff wird zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (Ph+ CML) in der chronischen Phase eingesetzt.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Imatinib, Nilotinib oder Dasatinib festgelegt. Für die Bewertung wurde der direkte Vergleich mit Imatinib auf Basis der randomisierten, kontrollierten BFORE-Studie herangezogen.

Ziel der Bewertung ist es, den medizinischen Zusatznutzen anhand patientenrelevanter Endpunkte wie Gesamtüberleben, Morbidität, gesundheitsbezogener Lebensqualität und Nebenwirkungen zu ermitteln.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass unter Bosutinib im Vergleich zu Imatinib signifikant häufiger schwere unerwünschte Ereignisse auftreten. Es wird darauf hingewiesen, dass insbesondere auf gastrointestinale Toxizitäten, Leberfunktionsstörungen und Thrombozytopenien geachtet werden sollte. Bei Auftreten schwerer Toxizitäten ist laut Fachinformation eine Dosisreduktion oder ein Therapieabbruch vorgesehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung zeigt die BFORE-Studie keinen statistisch signifikanten Unterschied im Gesamtüberleben zwischen Bosutinib und Imatinib. Ein Zusatznutzen in Bezug auf das Überleben ist somit nicht belegt.

Der Bericht stellt fest, dass unter Bosutinib vermehrt schwere Diarrhöen, Leberfunktionsstörungen, erhöhte Lipasewerte und Thrombozytopenien auftreten. Dies führt in der Gesamtabwägung zu einem Anhaltspunkt für einen höheren Schaden.

Ja, die Auswertung zeigt einen Anhaltspunkt für einen geringeren Schaden durch Bosutinib bei Ödemen. Ebenso treten Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen seltener auf als unter Imatinib.

Die empfohlene Dosis beträgt 400 mg Bosutinib einmal täglich. Die Einnahme sollte zusammen mit einer Mahlzeit und ausreichend Flüssigkeit erfolgen.

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Quelle: IQWiG A18-33: Bosutinib (chronische myeloische Leukämie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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