IQWiG2017Rheumatologie

Sarilumab bei Rheumatoider Arthritis: Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht aus dem Jahr 2017 bewertet den Zusatznutzen von Sarilumab bei erwachsenen Personen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis. Die Bewertung erfolgt im Rahmen der frühen Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V.

Sarilumab wird in Kombination mit Methotrexat (MTX) eingesetzt, wenn eine vorangegangene Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) unzureichend war. Bei einer MTX-Unverträglichkeit oder wenn MTX ungeeignet ist, kann der Wirkstoff als Monotherapie verabreicht werden.

Für die Bewertung wurden drei unterschiedliche Fragestellungen basierend auf der Vortherapie und den Prognosefaktoren gebildet. Als maßgebliche Evidenzquelle diente die MONARCH-Studie, welche Sarilumab mit Adalimumab als Monotherapie vergleicht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht erfordert die Therapie mit Sarilumab ein striktes Monitoring der Laborwerte, da es zu Neutropenien, Thrombozytopenien und Transaminasenerhöhungen kommen kann. Es wird darauf hingewiesen, dass die Behandlung bei einer Neutrophilenzahl unter 0,5 x 10^9/l, Thrombozyten unter 50 x 10^3/µl oder einer ALT-Erhöhung auf über das Fünffache des oberen Normwertes zwingend beendet werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung besteht ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen ausschließlich bei bDMARD-naiven Personen mit einer MTX-Unverträglichkeit, die Sarilumab als Monotherapie erhalten. Für alle anderen bewerteten Gruppen ist ein Zusatznutzen mangels Daten nicht belegt.

In der MONARCH-Studie zeigte Sarilumab als Monotherapie gegenüber Adalimumab Vorteile bei der Reduktion der Krankheitsaktivität und der Schmerzen. Der Bericht leitet daraus einen erheblichen bis nicht quantifizierbaren Zusatznutzen ab.

Der Bericht verweist auf die Notwendigkeit, Neutrophile, Thrombozyten, Leberenzyme (ALT/AST) sowie Lipidparameter regelmäßig zu überwachen. Die Kontrollen sollten vier bis acht Wochen nach Therapiebeginn und danach in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Nein, laut den zitierten Warnhinweisen stellt eine aktive, schwere Infektion eine Kontraindikation dar. Tritt unter der Therapie eine schwere Infektion auf, muss die Gabe von Sarilumab pausiert werden.

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Quelle: IQWiG A17-39: Sarilumab (Rheumatoide Arthritis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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