Iptacopan (PNH): Epidemiologie und Patientenzahlen
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet im Rahmen der frühen Nutzenbewertung die Patientenzahlen für Iptacopan. Das Anwendungsgebiet umfasst therapienaive Erwachsene mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH).
Ziel der Erhebung ist es zu prüfen, ob die Patientenzahl in Deutschland mindestens 100 Personen umfasst. Dies ist relevant für die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), ob eine anwendungsbegleitende Datenerhebung (AbD) gefordert wird.
Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung und der eingeschränkten Datenlage basiert die Schätzung auf verschiedenen Registern und internationalen Studien. Die PNH gilt aufgrund ihrer klinischen Heterogenität als unterdiagnostiziert.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) aufgrund ihrer klinischen Heterogenität in der Praxis häufig unterdiagnostiziert wird. Es wird zudem angemerkt, dass sich die Prävalenz durch verbesserte Überlebensraten und neue Behandlungsoptionen in Zukunft erhöhen könnte.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht wird die Zahl der erwachsenen Patientinnen und Patienten mit PNH in Deutschland auf 468 bis 836 geschätzt. Diese Spanne resultiert aus unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen und Registern.
Das bewertete Anwendungsgebiet umfasst therapienaive Erwachsene mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH). Als therapienaiv gelten laut Bericht Personen, die bisher keine Therapie mit C5-Komplementinhibitoren erhalten haben.
Der Bericht operationalisiert die Behandlungsbedürftigkeit über das Vorliegen einer hohen Krankheitsaktivität (High Disease Activity). Diese ist unter anderem definiert durch eine deutlich erhöhte Laktatdehydrogenase (LDH) in Kombination mit Symptomen wie Anämie, Thrombosen oder Fatigue.
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Quelle: IQWiG G23-26: Iptacopan (paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie); Bewertung gemäß § 35a SGB V; Einschätzung der Patientenzahlen (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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