RKI/STIKO2026Infektiologie

Herpes Zoster Impfung: Indikation bei Immundefizienz

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: RKI/STIKO (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die STIKO hat ihre Empfehlung zur Herpes-zoster-Impfung (HZ) mit dem adjuvantierten Subunit-Totimpfstoff (Shingrix) aktualisiert. Ziel ist es, die Häufigkeit von Gürtelrose sowie Komplikationen wie die postherpetische Neuralgie (PHN) zu reduzieren.

Das Risiko für eine HZ-Erkrankung steigt nicht nur mit dem Alter, sondern ist auch bei Immunsuppression und bestimmten chronischen Grunderkrankungen signifikant erhöht. Bisher galt die Indikationsimpfung erst ab einem Alter von 50 Jahren.

Die neue Empfehlung schließt nun gezielt jüngere, stark gefährdete Patientengruppen ein. Die Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahren bleibt von dieser Neuerung unberührt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist ausdrücklich auf die hohe lokale und systemische Reaktogenität des Totimpfstoffs hin. Es wird empfohlen, Geimpfte bereits bei der ersten Dosis über mögliche, meist kurzlebige Nebenwirkungen wie Schmerzen, Fatigue oder Fieber aufzuklären. Dies ist entscheidend, da die zweite Impfstoffdosis für einen langanhaltenden Schutz zwingend erforderlich ist und nicht aufgrund initialer Impfreaktionen ausgelassen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut STIKO kann der HZ-Totimpfstoff zeitgleich mit inaktivierten Grippeimpfstoffen, COVID-19-mRNA-Impfstoffen, RSV-Impfstoffen oder Tdap-Impfstoffen verabreicht werden. Es wird empfohlen, die Injektionen an unterschiedlichen Gliedmaßen vorzunehmen.

Die Leitlinie beschreibt ein möglicherweise geringgradig erhöhtes Risiko von etwa 3 zusätzlichen GBS-Fällen pro 1 Million verabreichter Impfstoffdosen. Gleichzeitig wird betont, dass eine Herpes-zoster-Erkrankung selbst das GBS-Risiko deutlich stärker erhöht, weshalb der Nutzen der Impfung überwiegt.

Eine routinemäßige Titerbestimmung wird von der STIKO nicht empfohlen, da die meisten Erwachsenen immun sind. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei unklarer Anamnese bei nach 2004 Geborenen, kann eine Serologie erwogen werden.

Bei seronegativen Personen ohne Immunsuppression empfiehlt die Leitlinie zunächst eine Grundimmunisierung mit dem VZV-Lebendimpfstoff. Die HZ-Impfung kann dann frühestens 6 Monate nach Abschluss dieser Grundimmunisierung erfolgen.

Nach bisherigen Beobachtungsstudien bei Immungesunden besteht laut Leitlinie eine Schutzdauer von mindestens 10 Jahren. Für immundefiziente Personen liegen noch keine Langzeitdaten vor, weshalb aktuell keine Empfehlung zu Auffrischimpfungen existiert.

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Quelle: RKI: Zoster (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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