Grüner Tee: Evidenz und Nutzen zur Krebsprävention
Hintergrund
Grüner Tee (Camellia sinensis) gehört weltweit zu den am häufigsten konsumierten Getränken. Er enthält Polyphenole, insbesondere Katechine, welche als starke Antioxidantien wirken.
In experimentellen Laborstudien zeigten diese Verbindungen das Potenzial, die Proliferation von Krebszellen zu hemmen. Darauf aufbauend untersuchten zahlreiche epidemiologische Studien einen möglichen krebspräventiven Effekt.
Der vorliegende Cochrane Review (2020) fasst die Evidenz aus 142 Studien zusammen. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen dem Konsum von grünem Tee und der Krebsinzidenz sowie der krebsbedingten Mortalität zu bewerten.
💡Praxis-Tipp
Der Review betont, dass die aktuelle Evidenzlage einen präventiven Nutzen von grünem Tee gegen Krebs nicht belegt. Zudem wird hervorgehoben, dass insbesondere hochdosierte Grüntee-Extrakte als Nahrungsergänzungsmittel mit relevanten Nebenwirkungen wie einer Erhöhung der Leberenzyme assoziiert sind.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es keine verlässliche Evidenz dafür, dass der Konsum von grünem Tee das allgemeine Krebsrisiko oder die krebsbedingte Mortalität senkt. Die bisherigen Studienergebnisse sind stark widersprüchlich.
In den ausgewerteten randomisierten Studien zeigte sich eine Tendenz zur Risikoreduktion, das Konfidenzintervall war jedoch nicht signifikant. Die Autoren stufen die Evidenz für diesen Effekt als sehr niedrig ein.
Der Review dokumentiert bei der Einnahme von Extrakten gastrointestinale Störungen und erhöhte Leberwerte. Seltener wurden Schlaflosigkeit, Blutdruckanstiege und Hautreaktionen beobachtet.
Die Übertragbarkeit wird im Review als eingeschränkt bewertet. Die meisten eingeschlossenen Studien stammen aus asiatischen Populationen, die sich in ihren Trinkgewohnheiten und genetischen Voraussetzungen unterscheiden können.
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Quelle: Cochrane Review: Green tea (Camellia sinensis) for the prevention of cancer (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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