Führungskräftetraining: Stressreduktion und Fehlzeiten
Hintergrund
Arbeitsbedingter Stress betrifft viele Arbeitnehmer und erhöht das Risiko für kardiovaskuläre, muskuloskelettale und psychische Erkrankungen. In der Europäischen Union wird die Prävalenz von arbeitsbedingtem Stress auf etwa 22 Prozent geschätzt.
Es besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass das Verhalten von Führungskräften einen Einfluss auf Stress, Fehlzeiten und das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat. Bisherige Studien zu diesem Thema waren jedoch überwiegend Querschnittsstudien mit begrenzter Aussagekraft bezüglich kausaler Zusammenhänge.
Dieser systematische Cochrane Review (2019) untersucht die Effekte von Human-Resource-Management-Trainings für Vorgesetzte auf die psychische Belastung, die Fehlzeiten und das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Reviews.
💡Praxis-Tipp
Obwohl in der Praxis oft davon ausgegangen wird, dass Führungskräftetrainings die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter automatisch verbessern, lässt sich dies wissenschaftlich derzeit nicht eindeutig belegen. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Implementierung solcher Maßnahmen keine garantierten Effekte auf das Stresslevel oder die Fehlzeiten erwartet werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Review gibt es sehr niedriggradige Evidenz, dass solche Trainings das Stressniveau im Vergleich zu keiner Intervention nicht reduzieren. Auch im Vergleich zu Placebo-Trainings zeigte sich kein überlegener Effekt.
Die analysierten Studien konnten nicht belegen, dass Führungskräftetrainings die Fehlzeiten der Mitarbeiter signifikant senken. Die Evidenzqualität hierfür wird als sehr niedrig bis niedrig eingestuft.
Die Autoren bewerten die Qualität der verfügbaren Evidenz als sehr niedrig bis moderat. Von den analysierten Studien wiesen viele ein unklares oder hohes Verzerrungsrisiko (Risk of Bias) auf.
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Quelle: Cochrane Review: Human resource management training of supervisors for improving health and well-being of employees (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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