DGKJ2026Pädiatrie

Frauenmilchbanken: NEC-Prophylaxe bei Frühgeborenen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGKJ (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Für sehr unreife Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g ist abgepumpte Muttermilch der eigenen Mutter die bevorzugte Ernährungsform. Sie senkt das Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC), welche mit hoher Sterblichkeit und schweren Langzeitfolgen einhergeht.

Da die Zusammensetzung der Muttermilch den erhöhten Bedarf extrem unreifer Frühgeborener nicht allein decken kann, ist ein Zusatz von Muttermilchverstärkern zwingend erforderlich. Hierdurch werden kritische Nährstoffe wie Eiweiß und Phosphat ergänzt.

Steht keine eigene Muttermilch zur Verfügung, stellt gespendete Frauenmilch die zweitbeste Option dar. Die Stellungnahme der DGKJ beleuchtet die medizinischen und strukturellen Voraussetzungen für den Einsatz von Spendermilch und den Betrieb von Frauenmilchbanken.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Stellungnahme hebt hervor, dass die Etablierung von Frauenmilchbanken die intensive Laktationsberatung der eigenen Mutter nicht ersetzen darf. Es wird betont, dass eine erfolgreiche Förderung der eigenen Muttermilchproduktion den Bedarf an Spendermilch drastisch reduziert und gleichzeitig die bestmögliche Nährstoffversorgung für das Frühgeborene sicherstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Stellungnahme hat Spendermilch im Durchschnitt einen geringeren Eiweiß- und Nährstoffgehalt. Dies liegt daran, dass sie meist zu einem späteren Zeitpunkt der Laktation gesammelt wird, während sich die Zusammensetzung der Muttermilch über die Zeit verändert.

Ja, die Leitlinie stellt klar, dass Muttermilch den Nährstoffbedarf unreifer Frühgeborener nicht allein decken kann. Es wird der zwingende Zusatz eines Muttermilchverstärkers empfohlen, um kritische Nährstoffe wie Eiweiß und Phosphat zuzuführen.

Die DGKJ rät dringend von der Verwendung ungeprüfter Muttermilch durch direkte Weitergabe (Informal Sharing) ab. Es wird gewarnt, dass hierbei ein hohes Risiko für die Übertragung von Infektionen oder die Belastung mit Drogen und Medikamenten besteht.

Neben unreifen Frühgeborenen wird Spendermilch laut Stellungnahme auch beim Nahrungsaufbau von Säuglingen mit umfangreichem Verlust des Dünndarms (Kurzdarmsyndrom) eingesetzt. Dies gilt für Fälle, in denen keine Milch der eigenen Mutter zur Verfügung steht.

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Quelle: DGKJ: Zum Antrag der FDP-Fraktion ”Überlebenschancen von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen erhöhen - Aufbau und Erhalt von Frauenmilchbanken sichern” (DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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