Fluorchinolone: Risiko für Herzklappeninsuffizienz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2020 warnt vor einem Sicherheitsrisiko bei der Anwendung von Fluorchinolonen. Daten aus epidemiologischen Studien und medizinisch bestätigte Fälle zeigen eine Assoziation mit Herzklappenerkrankungen.

Es wird darauf hingewiesen, dass systemisch und inhalativ angewendete Fluorchinolone das Risiko für eine Herzklappenregurgitation oder -insuffizienz erhöhen können. Als möglicher Pathomechanismus wird ein Kollagenabbau in den Myofibroblastzellen der Aorta vermutet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Fluorchinolonen wird empfohlen, aktiv nach Vorerkrankungen des Bindegewebes (wie dem Marfan-Syndrom) oder bestehenden Herzklappenfehlern zu fragen. Die Patientenaufklärung über Warnsymptome wie akute Dyspnoe oder neu aufgetretene Ödeme ist laut AkdÄ essenziell für die frühzeitige Erkennung einer medikamenteninduzierten Herzklappeninsuffizienz.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief der AkdÄ können systemisch und inhalativ angewendete Fluorchinolone das Risiko für eine Herzklappenregurgitation oder -insuffizienz erhöhen.

Ein erhöhtes Risiko besteht laut Warnhinweis bei Patienten mit angeborenen oder erworbenen Herzklappenfehlern, Bindegewebserkrankungen wie dem Marfan-Syndrom, Hypertonie oder rheumatoider Arthritis.

Es wird empfohlen, Patienten auf Symptome wie akute Atemnot, neu auftretendes Herzklopfen oder die Entwicklung von Ödemen an Bauch und Beinen hinzuweisen. Bei diesen Anzeichen sollte unverzüglich ärztliche Hilfe aufgesucht werden.

Als möglicher Pathomechanismus wird gemäß der AkdÄ ein Kollagenabbau in den Myofibroblastzellen der Aorta angenommen.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu systemisch und inhalativ (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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