Erythropoetin (EPO): Mortalität und Tumorprogression

Diese Leitlinie stammt aus 2007 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2007)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichte 2007 eine Sicherheitswarnung zu Erythropoetin-haltigen Arzneimitteln. Hintergrund waren die Ergebnisse mehrerer klinischer Studien, in denen diese Wirkstoffe in nicht zugelassenen onkologischen Indikationen geprüft wurden.

In den untersuchten Studien wurden Präparate wie Darbepoetin alfa, Epoetin alfa und Epoetin beta bei Tumorpatienten eingesetzt. Teilweise erhielten die Patienten in diesen Untersuchungen weder eine Chemotherapie noch eine Strahlentherapie.

Aufgrund von ungünstigen Zwischenauswertungen mussten mehrere dieser Studien vorzeitig abgebrochen werden. Es zeigten sich deutliche Hinweise auf eine verminderte Überlebenszeit und eine erhöhte Tumorprogression unter der Therapie mit Erythropoetin.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das BfArM warnt eindringlich davor, Erythropoetine bei Tumorpatienten zur reinen Steigerung der Hämoglobinwerte ohne Vorliegen einer zugelassenen Indikation (wie einer Chemotherapie-induzierten Anämie) einzusetzen. Es wird betont, dass ein unkritischer Einsatz mit einer erhöhten Mortalität und rascheren Tumorprogression einhergehen kann. Daher wird empfohlen, stets die niedrigste effektive Dosis unter engmaschiger Hämoglobin-Kontrolle zu wählen.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM zeigten Zwischenauswertungen mehrerer Studien ungünstige Ergebnisse für die Patienten. Es wurde eine erhöhte Mortalität, eine verkürzte Überlebenszeit sowie eine vermehrte Tumorprogression unter der Therapie mit Erythropoetin beobachtet.

Die Sicherheitswarnung rät von einem Einsatz außerhalb der zugelassenen Indikationen ab. In Studien an Tumorpatienten ohne Chemo- oder Strahlentherapie zeigte sich unter Erythropoetin eine höhere Sterblichkeit im Vergleich zu Placebo.

Das BfArM nennt in dieser Mitteilung keine absoluten Zielwerte, betont aber die strikte Einhaltung der in der Fachinformation vorgegebenen Hämoglobin-Zielwerte. Eine Studie, die einen hohen Zielwert von 14 bis 15,5 g/dl anstrebte, musste wegen negativer Effekte auf die Tumorprogression abgebrochen werden.

Es wird empfohlen, stets die niedrigste Dosierung zu wählen, die für die Behandlung der symptomatischen Anämie unter Chemotherapie ausreichend ist. Die Hämoglobinwerte sollten dabei engmaschig kontrolliert werden.

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Quelle: Erythropoetin: Ergebnisse klinischer Studien an onkologischen Patienten mit oder ohne Anämie (BfArM, 2007). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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