DGPS32026Pneumologie

Ernährung in der Onkologie: Leitlinien-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGP (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGP S3-Leitlinie zur klinischen Ernährung in der Onkologie adressiert die weitreichenden Auswirkungen des Ernährungszustandes auf den Krankheitsverlauf von Tumorpatienten. Eine Mangelernährung vermindert nicht nur die Lebensqualität, sondern verringert auch die Therapieverträglichkeit und erhöht die Komplikationsrate.

Ziel der Leitlinie ist es, einer Unterversorgung frühzeitig entgegenzuwirken. Dabei wird die Bedeutung einer strukturierten, multiprofessionellen Ernährungstherapie über alle Sektorengrenzen hinweg betont.

Die aktuellen Empfehlungen umfassen das Screening, die perioperative Versorgung sowie den Umgang mit speziellen Kostformen und palliativen Situationen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermeidung restriktiver Diäten, die das Risiko einer Mangelernährung weiter verschärfen könnten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Praxisaspekt der Leitlinie ist der Verzicht auf die traditionelle Neutropenie-Diät (keimarme Kost) bei immunsupprimierten Personen. Da diese restriktive Kostform klinisch relevante Infektionen nicht nachweislich reduziert, stattdessen aber die Lebensqualität mindert und das Risiko für eine Mangelernährung erhöht, wird stattdessen die Einhaltung der allgemeinen Basishygiene bei der Lebensmittelzubereitung empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine tägliche Proteinzufuhr von 1,0 bis 1,5 g pro kg Körpergewicht. Dies dient der Überwindung der tumorbedingten anabolen Resistenz und dem Erhalt der Muskelmasse.

Eine prophylaktische enterale Ernährungstherapie ist laut Leitlinie nicht indiziert, wenn keine Dysphagie oder Gewichtsverlust vorliegen. Bei bestehender Dysphagie vor einer Radiotherapie wird jedoch die Anlage einer PEG oder PEJ empfohlen.

Es wird von Fasten (unter 400 kcal/Tag) während einer laufenden Tumortherapie außerhalb von klinischen Studien abgeraten. Restriktive Diätvorschriften bergen ein hohes Risiko für Mangelernährung und Gewichtsverlust.

Bei hohem metabolischem Risiko wird eine präoperative Ernährungstherapie für 10 bis 14 Tage empfohlen, selbst wenn die Operation dadurch verschoben werden muss. Postoperativ wird ein früher enteraler Kostaufbau innerhalb von 24 Stunden angestrebt.

Bei weit fortgeschrittener Tumorerkrankung kann der kurzzeitige Einsatz von Kortikosteroiden zur Appetitsteigerung im Einzelfall erwogen werden. Dabei wird auf die Beachtung unerwünschter Wirkungen wie Immunsuppression und Insulinresistenz hingewiesen.

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Quelle: DGP S3-Leitlinie Klinische Ernährung in der Onkologie (DGP, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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