IQWiG2019Onkologie

Enzalutamid bei nmCRPC: Indikation und Therapie-Nutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung von Enzalutamid beauftragt. Die Bewertung untersucht den Zusatznutzen bei erwachsenen Männern mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Hochrisiko-Prostatakarzinom (Hochrisiko-nmCRPC).

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde ein abwartendes Vorgehen unter Beibehaltung der bestehenden konventionellen Androgendeprivationstherapie (ADT) festgelegt. Die ADT erfolgt durch operative Kastration oder medikamentös mittels GnRH-Agonisten beziehungsweise GnRH-Antagonisten.

Die Bewertung basiert maßgeblich auf der randomisierten, doppelblinden Phase-3-Studie PROSPER. In dieser wurde Enzalutamid in Kombination mit einer ADT gegen Placebo plus ADT verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass bei der Behandlung mit Enzalutamid ein erhöhtes Risiko für Stürze besteht, welches insbesondere bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren signifikant zum Tragen kommt. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die konventionelle Androgendeprivationstherapie (ADT) während der Gabe von Enzalutamid zwingend fortgeführt werden muss, sofern keine chirurgische Kastration vorliegt.

Häufig gestellte Fragen

Die empfohlene Dosis beträgt 160 mg als tägliche Einmalgabe. Die Einnahme erfolgt oral mit Wasser und ist unabhängig von den Mahlzeiten möglich.

Ja, laut Fachinformation muss eine medikamentöse Kastration mit einem LHRH-Analogon während der Behandlung fortgeführt werden. Dies gilt für alle Patienten, die nicht chirurgisch kastriert sind.

Das IQWiG sieht den Zusatznutzen von Enzalutamid in dieser Indikation als nicht belegt an. Es zeigten sich in der Zulassungsstudie keine signifikanten Vorteile beim Gesamtüberleben oder der Lebensqualität, während im Bereich der Nebenwirkungen sowohl positive als auch negative Effekte auftraten.

Der Bericht verzeichnet unter Enzalutamid einen Anhaltspunkt für einen höheren Schaden bei Fatigue, Appetitabnahme, Gefäßerkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems. Bei älteren Patienten ab 75 Jahren wurde zudem ein erhöhtes Sturzrisiko beobachtet.

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Quelle: IQWiG A18-80: Enzalutamid (Prostatakrebs) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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