Ebola: Psychologische Erste Hilfe (PFA) und Eigenschutz
Hintergrund
Die WHO-Leitlinie befasst sich mit der psychologischen Ersten Hilfe (PFA) während Ausbrüchen der Ebola-Viruskrankheit. PFA stellt eine humane, unterstützende und praktische Hilfe für Menschen in Not dar.
Bei PFA handelt es sich nicht um professionelle psychologische Beratung oder Psychotherapie. Vielmehr geht es um die Deckung von Grundbedürfnissen, das Zuhören ohne Druck und die Vermittlung von sachlichen Informationen.
Ein zentraler Aspekt bei Ebola-Ausbrüchen ist der Eigenschutz der Helfenden. Psychologische Unterstützung muss stets unter strikter Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen erfolgen.
Empfehlungen
Vorbereitung und Eigenschutz
Vor dem Einsatz wird empfohlen, sich über die Ebola-Erkrankung, lokale Hilfsangebote und Sicherheitsvorkehrungen zu informieren.
Bei Verdacht auf eine Ebola-Infektion muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden. Ein direkter physischer Kontakt mit Erkrankten oder deren Körperflüssigkeiten ist strikt zu vermeiden.
Ebenso wird davor gewarnt, Verstorbene zu berühren, da der Leichnam weiterhin infektiös ist.
Beurteilung der Situation (Look)
Zunächst sollte die Sicherheit der Umgebung geprüft werden. Es wird empfohlen, auf Menschen mit offensichtlichen, dringenden Grundbedürfnissen zu achten.
Zudem wird geraten, Personen mit schweren Belastungsreaktionen zu identifizieren, die erweiterte Hilfe benötigen. Dazu gehören:
-
Orientierungslosigkeit oder fehlende Ansprechbarkeit
-
Unfähigkeit, für sich selbst oder Kinder zu sorgen
-
Gefahr der Selbst- oder Fremdgefährdung
Kommunikation (Listen)
Es wird empfohlen, sich betroffenen Personen respektvoll zu nähern und nach ihren Bedürfnissen zu fragen. Aktives Zuhören hilft den Betroffenen, sich zu beruhigen.
Folgende Kommunikationsregeln werden ausdrücklich empfohlen:
-
Einen angemessenen, sicheren Abstand wahren
-
Geduldig sein und Pausen im Gespräch zulassen
-
Nur sachliche und korrekte Informationen weitergeben
Gleichzeitig wird vor bestimmten Verhaltensweisen gewarnt:
-
Betroffene nicht drängen, ihre Geschichte zu erzählen
-
Keine falschen Versprechungen machen
-
Die Geschichte der Person nicht an andere weitergeben
Vermittlung von Hilfen (Link)
Es wird empfohlen, Betroffene bei der Bewältigung aktueller Probleme zu unterstützen. Menschen sollten mit ihren Angehörigen und sozialen Netzwerken verbunden werden.
Bei Trauernden wird geraten, sichere Alternativen zu traditionellen Bestattungsritualen zu finden. Der direkte Kontakt mit Verstorbenen birgt ein hohes Infektionsrisiko.
Besondere Zielgruppen
Bestimmte Gruppen benötigen besondere Aufmerksamkeit und Schutz. Dazu zählen:
-
Unbegleitete Kinder und Jugendliche
-
Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen
-
Personen, die von Stigmatisierung bedroht sind (z. B. Überlebende oder Gesundheitspersonal)
💡Praxis-Tipp
Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Personen mit Ebola-Symptomen die sofortige medizinische Versorgung Vorrang vor der psychologischen Ersten Hilfe hat und strikte physische Distanz gewahrt werden muss.
Häufig gestellte Fragen
PFA ist eine humane, unterstützende und praktische Hilfe für Menschen in Not. Sie umfasst keine professionelle Psychotherapie, sondern fokussiert sich auf Grundbedürfnisse, Zuhören und Informationsvermittlung.
Es wird empfohlen, stets einen sicheren Abstand zu wahren und direkten physischen Kontakt mit Erkrankten oder deren Körperflüssigkeiten zu vermeiden. Bei Verdacht auf eine Infektion muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden.
Es wird strengstens davon abgeraten, Verstorbene zu berühren, da der Leichnam hochinfektiös bleibt. Stattdessen wird empfohlen, sichere alternative Trauerrituale zu finden.
PFA richtet sich an alle Menschen in akuter Not, unabhängig von Alter oder Geschlecht. Besondere Aufmerksamkeit wird für unbegleitete Kinder, Menschen mit Behinderungen und von Stigmatisierung bedrohte Personen empfohlen.
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Quelle: Facilitation manual: psychological first aid during Ebola virus disease outbreaks, 2nd edition (WHO, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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