Durvalumab & Pregabalin: Nebenwirkung Arthralgie & TEN
Hintergrund
Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat im Januar 2022 neue Sicherheitssignale bewertet. Diese wurden über die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlicht.
Die aktuellen Anpassungen der Fach- und Gebrauchsinformationen betreffen zwei Wirkstoffe. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Durvalumab sowie das Antikonvulsivum Pregabalin.
Für beide Medikamente wurden neue Erkenntnisse zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) in die offiziellen Dokumente aufgenommen. Dies dient der erhöhten Arzneimittelsicherheit und der Sensibilisierung im klinischen Alltag.
💡Praxis-Tipp
Es wird dringend angeraten, Personen, die Pregabalin erhalten, proaktiv über die Frühwarnzeichen schwerer Hautreaktionen aufzuklären. Ein sofortiger Therapieabbruch bei den ersten Anzeichen einer toxischen epidermalen Nekrolyse oder eines Stevens-Johnson-Syndroms kann lebensrettend sein.
Häufig gestellte Fragen
Laut PRAC-Dokument tritt Arthralgie bei einer Monotherapie mit Durvalumab sehr häufig (10,3 %) auf. In Kombination mit einer Chemotherapie wird sie als häufig (2,6 %) eingestuft.
Die Empfehlung warnt vor dem Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN). Diese werden als seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkungen klassifiziert.
Es wird ein sofortiges Absetzen des Medikaments empfohlen. Zudem sollte umgehend eine alternative Behandlung evaluiert werden.
Den schweren Hautreaktionen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgehen. Anschließend zeigen sich oft rötliche, schießscheibenartige Flecken, Blasenbildung und Hautabschälungen.
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Quelle: AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC. (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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