Ulipristalacetat (Esmya): Leberschäden und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2018-10 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst einen Rote-Hand-Brief zu Esmya (Ulipristalacetat) 5 mg Tabletten zusammen. Hintergrund sind Berichte über schwerwiegende Leberschäden bis hin zum Leberversagen mit notwendiger Transplantation.

Ulipristalacetat wird zur präoperativen und intermittierenden Behandlung von Uterusmyomen eingesetzt. Der Wirkstoff bindet an Progesteronrezeptoren und hemmt dadurch das wachstumsfördernde Signal auf die Myome, was zu deren Verkleinerung führt.

Aufgrund der gemeldeten Leberschäden wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) neu bewertet. Bis zum Abschluss dieser Bewertung gelten vorläufige Maßnahmen zum Schutz der Anwenderinnen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief betont die Wichtigkeit, Anwenderinnen von Ulipristalacetat aktiv über die möglichen Symptome einer Leberschädigung aufzuklären. Es wird empfohlen, sie darauf hinzuweisen, bei Beschwerden wie Übelkeit, rechtsseitigen Oberbauchschmerzen oder Gelbsucht unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zudem ist die strikte Einhaltung der monatlichen Leberwertkontrollen während der Therapie essenziell.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief der AkdÄ sollen bis zum Abschluss der Risikobewertung keine neuen Behandlungen mit Ulipristalacetat (Esmya) begonnen werden. Auch der Start eines neuen Therapieintervalls nach einem bereits abgeschlossenen Zyklus wird nicht empfohlen.

Die Sicherheitswarnung empfiehlt die Durchführung von Leberfunktionstests mindestens einmal pro Monat während der Behandlung. Zusätzlich wird eine Kontrolle zwei bis vier Wochen nach Therapieende gefordert.

Es wird empfohlen, die Behandlung zu beenden, wenn die Transaminasenwerte den oberen Normwert um mehr als das Zweifache überschreiten. In solchen Fällen weist die AkdÄ auf die Notwendigkeit einer engmaschigen Überwachung hin.

Zu den im Rote-Hand-Brief genannten Warnsymptomen gehören Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Appetitlosigkeit (Anorexie), Schwäche (Asthenie) und Gelbsucht. Bei Auftreten dieser Beschwerden wird eine sofortige ärztliche Untersuchung empfohlen.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Esmya® 5 mg Tabletten (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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