Leberzirrhose: Komplikationen, Diagnostik und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGVS (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) behandelt die Diagnostik und Therapie der Komplikationen einer Leberzirrhose. Hierzu zählen Aszites, die spontan bakterielle Peritonitis (SBP), das hepatorenale Syndrom (HRS) sowie pulmonale und neurologische Manifestationen.

Das Auftreten dieser Komplikationen signalisiert in der Regel ein Voranschreiten der Lebererkrankung und geht mit einer deutlichen Verschlechterung der Prognose einher. Eine frühzeitige und strukturierte Abklärung ist essenziell, um lebensbedrohliche Verläufe zu verhindern.

Die aktualisierte Fassung integriert neue Erkenntnisse zur hepatischen Enzephalopathie (HE) und präzisiert die Indikationen für medikamentöse und interventionelle Therapien wie den transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt (TIPS).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist eine Proteinrestriktion bei Patienten mit hepatischer Enzephalopathie obsolet und sollte nicht durchgeführt werden. Es wird stattdessen eine adäquate Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 g/kg Körpergewicht empfohlen, um einer Sarkopenie entgegenzuwirken, welche die Ammoniakentgiftung weiter verschlechtern würde. Zudem wird betont, dass bei jeder Aszitespunktion ab einer Entnahmemenge von 5 Litern zwingend eine intravenöse Albuminsubstitution (6-8 g pro Liter Aszites) erfolgen muss, um eine zirkulatorische Dysfunktion zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt keine routinemäßige Substitution von Plasmaderivaten vor einer Aszitespunktion, unabhängig vom Schweregrad der Gerinnungseinschränkung. Lediglich bei einer hochgradigen Thrombozytopenie unter 20.000/µl kann eine prophylaktische Thrombozytengabe erwogen werden.

Die Diagnose einer SBP wird laut Leitlinie gestellt, wenn im Aszitespunktat mehr als 250 segmentkernige Granulozyten pro Mikroliter nachgewiesen werden. Urin-Teststreifen (Leukozytenstix) werden als alleiniges Nachweisverfahren ausdrücklich nicht empfohlen.

Bei einer ambulant erworbenen, unkomplizierten SBP empfiehlt die Leitlinie die empirische Gabe eines Cephalosporins der 3. Generation, wie beispielsweise Cefotaxim oder Ceftriaxon. Bei nosokomialen Infektionen muss die lokale Resistenzlage beachtet werden.

Eine Albumingabe wird von der Leitlinie bei großvolumigen Parazentesen über 5 Liter (6-8 g/l Aszites) sowie bei der Therapie der SBP (Tag 1 und 3) empfohlen. Zudem ist sie in Kombination mit Terlipressin beim hepatorenalen Syndrom indiziert.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass bereits eine minimale hepatische Enzephalopathie die Fahrtauglichkeit erheblich einschränken kann. Es wird empfohlen, ein Beratungsgespräch über die Konsequenzen der Diagnose zu führen und im Zweifel eine Fahreignungsprobe zu veranlassen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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