DGOOCS2e2025Orthopädie

Patellafraktur: Diagnostik, Klassifikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGOOC (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2e-Leitlinie der DGOOC behandelt die Diagnostik und Therapie von Patellafrakturen bei Erwachsenen. Diese Verletzungen machen etwa ein Prozent aller Skelettverletzungen aus und entstehen meist durch Verkehrs-, Arbeits- oder häusliche Unfälle.

Typische Unfallmechanismen sind direkte Traumen, wie der Anprall am Armaturenbrett, oder eine Kombination aus direktem und indirektem Trauma. Seltener kommt es durch eine plötzliche Beugung bei voll kontrahiertem Musculus quadriceps femoris zu einem indirekten Trauma.

Die Patella fungiert als größtes Sesambein des Körpers und verstärkt die Muskelkraft des Streckapparates um circa 30 Prozent. Bei der Frakturversorgung steht der Erhalt oder die Wiederherstellung dieses Streckapparates sowie einer glatten Gelenkfläche im Vordergrund.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass das Frakturausmaß und insbesondere die Mitbeteiligung des distalen Pols im primären Röntgenbild häufig unterschätzt werden. Es wird daher bei multifragmentären Frakturen oder unklaren Frakturausläufern eine CT-Untersuchung empfohlen, da dies das spätere operative Vorgehen maßgeblich beeinflusst. Zudem wird betont, dass eine totale Patellektomie stets eine absolute Ausnahme und Rettungsoperation bleiben sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine konservative Therapie möglich, wenn die aktive Streckhebefähigkeit erhalten ist und keine relevante Dislokation oder Gelenkstufe (unter 2 mm) vorliegt. Dies betrifft häufig unverschobene Längs-, Stern- oder Querfrakturen.

Die Leitlinie empfiehlt eine operative Versorgung bei einer Stufenbildung in der Gelenkfläche von 2 mm oder mehr. Auch bei einer Dislokation der Fragmente ab 2 mm ist eine Operation indiziert.

Gemäß Leitlinie ist eine MRT zur primären Frakturdiagnostik nicht erforderlich. Sie wird nur ausnahmsweise eingesetzt, etwa zum Ausschluss von Stressfrakturen oder begleitenden Knorpel- und Bandverletzungen.

Zu den häufigsten Verfahren zählen laut Leitlinie die Zuggurtungs-Osteosynthese, Schraubenosteosynthesen sowie anteriore Plattenosteosynthesen. Die Wahl des Verfahrens hängt von der Frakturmorphologie ab.

Die Leitlinie stellt klar, dass eine Metallentfernung an der Patella nicht obligat ist und individuell entschieden werden muss. Gründe für eine Entfernung sind beispielsweise eine drohende Perforation, chronische Reizungen oder Schmerzen beim Knien.

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Quelle: DGOOC: Patellafraktur (DGOOC, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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