Schmerztherapie Geriatrie: Assessment und S3-Leitlinie
Hintergrund
Die S3-Leitlinie "Schmerzmanagement bei geriatrischen Patientinnen und Patienten in allen Versorgungssettings (GeriPAIN)" (AWMF-Registernummer 145/005) zielt auf eine verbesserte und patientenzentrierte Versorgung ab. Sie adressiert die hohe Komplexität der Schmerztherapie im höheren Lebensalter.
Ein besonderer Fokus liegt auf den spezifischen Herausforderungen der Geriatrie, wie etwa kognitiven Einschränkungen und Multimorbidität. Die Leitlinie umfasst den gesamten Prozess vom Screening über das Assessment bis hin zur Verlaufserfassung.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt im klinischen Alltag ist die systematische Fremdeinschätzung bei kognitiv eingeschränkten Personen. Es wird angeraten, bei Verdacht auf Demenz nicht allein auf die Selbstauskunft zu vertrauen, sondern validierte Beobachtungsinstrumente wie BESD oder PAIC 15 zu nutzen. Zudem sollte die Analgetikatherapie stets in niedriger Dosierung begonnen und nur langsam gesteigert werden.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt bei kognitiven Einschränkungen zwingend eine systematische Fremdeinschätzung. Hierfür sollen validierte Instrumente wie BESD, BISAD, PAIC 15 oder ZOPA eingesetzt werden.
Es wird empfohlen, die Therapie mit Analgetika und Co-Analgetika in einer niedrigen Dosierung zu beginnen. Bei individueller Notwendigkeit und guter Verträglichkeit kann die Dosis langsam gesteigert werden.
Laut Leitlinie soll eine körperliche Aktivierung bei muskuloskelettalen Schmerzen angewandt werden. Dies hilft, die Schmerzintensität zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Es wird eine gemeinsame Entscheidungsfindung empfohlen, die Patienten und deren Angehörige aktiv einbezieht. Zudem sollte ein interprofessionelles Medikamentenreview stattfinden, um die Therapie anzupassen.
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Quelle: DGIM Keyfacts: S3-LL GeriPAIN (DGIM, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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