Depression bei Dialyse: Psychosoziale Therapie & KVT
Hintergrund
Menschen mit terminaler Niereninsuffizienz, die mit Dialyse behandelt werden, leiden häufig unter Depressionen. Diese beeinträchtigen die Lebensqualität stark und werden mit einer geringeren Therapietreue sowie einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung gebracht.
Psychosoziale Interventionen bieten eine nicht-pharmakologische Behandlungsoption. Sie umfassen unter anderem kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Bewegungstraining, Entspannungsverfahren und Beratungsangebote.
Der vorliegende Cochrane Review (2019) untersucht die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Depressionen im Dialyse-Setting. Er schließt 33 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 2056 Teilnehmern ein.
💡Praxis-Tipp
Der Review betont, dass die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und Bewegungstraining die am besten belegten nicht-medikamentösen Optionen zur Depressionsbehandlung im Dialyse-Setting darstellen. Da unerwünschte Ereignisse in den Studien kaum systematisch erfasst wurden, wird eine aufmerksame klinische Begleitung der Maßnahmen empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review reduzieren kognitive Verhaltenstherapie, Bewegungstraining und Entspannungstechniken wahrscheinlich depressive Symptome. Für diese drei Verfahren liegt eine moderate Evidenz vor.
Ja, der Review zeigt mit moderater Sicherheit, dass eine kognitive Verhaltenstherapie die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen wahrscheinlich verbessert.
Die Evidenz zu unerwünschten Ereignissen ist sehr unklar. Laut den Autoren wurden potenzielle Nebenwirkungen in den meisten Studien nicht systematisch untersucht oder berichtet.
Die aktuelle Datenlage reicht nicht aus, um die Wirksamkeit von Akupressur, Meditation oder spirituellen Praktiken zu belegen. Der Review stuft die Evidenz für diese Verfahren als niedrig oder sehr niedrig ein.
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Quelle: Cochrane Review: Psychosocial interventions for preventing and treating depression in dialysis patients (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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