Darmkrebsfrüherkennung: Leitlinien-Empfehlungen (oKFE)
Hintergrund
Die organisierte Darmkrebsfrüherkennung zielt darauf ab, Vorstufen und Frühstadien von kolorektalen Karzinomen zu erkennen, um die krankheitsspezifische Mortalität zu senken. In Deutschland wird dies maßgeblich durch die Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) geregelt, die unter anderem Altersgrenzen und Untersuchungsmethoden definiert.
Der IQWiG Rapid Report S21-02 (2022) untersucht, inwiefern aktuelle evidenzbasierte Leitlinien von den geltenden Bestimmungen der oKFE-RL abweichen. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Berichts.
Für die Synopse wurden fünf aktuelle Leitlinien herangezogen. Ziel war es, diskrepante Empfehlungen systematisch zu extrahieren und deren zugrunde liegende Evidenzbasis inhaltlich zusammenzufassen.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass internationale Leitlinienempfehlungen zu Altersgrenzen und Intervallen in der Darmkrebsfrüherkennung von der deutschen oKFE-Richtlinie abweichen können, deren Evidenzbasis jedoch oft nur auf Modellierungsstudien beruht.
Häufig gestellte Fragen
Es zeigen sich Diskrepanzen bei den Altersgrenzen für den Beginn und das Ende des Screenings. Zudem gibt es abweichende Empfehlungen zu den Screeningintervallen und der Wahl zwischen immunologischem Stuhltest (iFOBT) und Koloskopie.
Die Evidenzbasis für abweichende Empfehlungen wird als eingeschränkt bewertet. Sie stützt sich hauptsächlich auf Modellierungsstudien und, sofern Primärstudien zitiert werden, auf nicht-randomisierte kontrollierte Studien.
Im Gegensatz zur deutschen oKFE-Richtlinie, die geschlechtsspezifische Regelungen enthält, differenzieren die untersuchten Leitlinien nicht nach Geschlecht. Die Empfehlungen gelten dort einheitlich.
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Quelle: IQWiG S21-02: Leitlinienrecherche zur organisierten Darmkrebsfrüherkennung (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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