rTMS bei Epilepsie: Wirksamkeit und Anfallshäufigkeit
Hintergrund
Epilepsie ist eine häufige neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet unter einer medikamentenresistenten Form, die mit einer erhöhten Morbidität und einer eingeschränkten Lebensqualität einhergeht. Daher besteht ein großer Bedarf an nicht-invasiven Therapiealternativen.
Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) nutzt elektromagnetische Spulen, um Nervenzellen im Gehirn zu stimulieren oder zu hemmen. Es wird angenommen, dass wiederholte Impulse mit niedriger Frequenz (rTMS) einen hemmenden Effekt haben, der die mit der Epilepsie verbundene kortikale Übererregbarkeit reduzieren könnte.
Der vorliegende Cochrane Review (2021) untersucht die Evidenz für den Einsatz der rTMS bei medikamentenresistenter Epilepsie. Verglichen wurden die Effekte der rTMS mit Scheinbehandlungen, antiepileptischen Medikamenten oder anderen Kontrollinterventionen.
💡Praxis-Tipp
Obwohl die rTMS im Allgemeinen als sicher gilt, weist der Review darauf hin, dass in seltenen Fällen paradoxe Reaktionen auftreten können. Es wird berichtet, dass es bei einzelnen Personen während oder nach der Behandlung zu einer Zunahme der Anfallshäufigkeit kam. Daher wird eine sorgfältige klinische Überwachung im zeitlichen Zusammenhang mit der Stimulation empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review ist die Evidenz für eine signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit unzureichend und widersprüchlich. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die rTMS epileptiforme Entladungen im EEG verringern kann.
Die Behandlung gilt als relativ sicher, wobei Kopfschmerzen, Schwindel und Tinnitus die häufigsten unerwünschten Ereignisse sind. Der Review warnt jedoch davor, dass in seltenen Fällen Anfälle durch die Stimulation ausgelöst werden können.
Die eingeschlossenen Studien zeigten keine signifikanten Veränderungen im Bedarf an antiepileptischen Medikamenten. Die rTMS wird in den untersuchten Studien primär als Zusatztherapie evaluiert.
In den Studien kommen vorwiegend niederfrequente Stimulationen (zum Beispiel 0,3 bis 1 Hz) zum Einsatz. Diese sollen laut Review einen hemmenden Effekt auf die kortikale Erregbarkeit ausüben.
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Quelle: Cochrane Review: Transcranial magnetic stimulation for the treatment of epilepsy (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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