Nekrotisierende Enterokolitis (NEC): Nahrungskarenz
Hintergrund
Die nekrotisierende Enterokolitis (NEC) ist eine schwere Darmerkrankung, die vor allem Frühgeborene betrifft. In der klinischen Praxis wird diskutiert, ob die enterale Ernährung rund um eine Erythrozytenkonzentrat-Transfusion das Risiko für eine NEC beeinflusst.
Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass ein Pausieren der Nahrungszufuhr während oder um den Zeitpunkt der Transfusion das Risiko einer anschließenden NEC senken könnte.
Dieser Artikel basiert auf dem Abstract eines systematischen Cochrane Reviews. Das Ziel des Reviews war es, die Wirksamkeit und Sicherheit eines Nahrungsstopps im Vergleich zur kontinuierlichen Ernährung bei Frühgeborenen zu bewerten.
💡Praxis-Tipp
Da die aktuelle Studienlage laut Cochrane Review keine ausreichende Evidenz für oder gegen das Pausieren der enteralen Ernährung bei Bluttransfusionen liefert, lässt sich daraus keine standardisierte Handlungsempfehlung ableiten. Es wird darauf hingewiesen, dass große randomisierte Studien fehlen, weshalb klinische Entscheidungen zur Nahrungszufuhr weiterhin individuell getroffen werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz, um diese Frage abschließend zu beantworten. Es konnte nicht nachgewiesen werden, ob ein Pausieren der Nahrung das Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC) senkt.
Die Qualität der Evidenz wird in dem Review als sehr niedrig eingestuft. Es konnte nur eine einzige kleine Studie mit 22 Frühgeborenen ausgewertet werden, die zudem keine NEC-Fälle verzeichnete.
In der klinischen Praxis wird ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen, der Nahrungszufuhr und der Entstehung einer NEC diskutiert. Der Review betont jedoch, dass große randomisierte Studien fehlen, um die genauen Kausalitäten und den Nutzen präventiver Maßnahmen zu klären.
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Quelle: Cochrane Review: Stopping enteral feeds for prevention of transfusion-associated necrotising enterocolitis in preterm infants (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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