Magenkarzinom: Salvage-Therapie und Biologika-Einsatz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review (2020) untersucht die systemische Salvage-Therapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens und des ösophagogastralen Übergangs. Diese Therapieform kommt zum Einsatz, wenn die Erkrankung nach einer Erstlinien-Chemotherapie mit Fluoropyrimidin und Platin fortschreitet.

Zu den pharmakologischen Optionen gehören sowohl Chemotherapien als auch biologische Therapien. Bislang gibt es jedoch keinen Konsens darüber, welche systemische Salvage-Therapie in dieser Situation die beste Wahl darstellt.

Ziel des Reviews ist es, die Auswirkungen dieser Therapien als Monotherapie oder in Kombination auf das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben zu bewerten. Zusätzlich werden unerwünschte Ereignisse, Tumoransprechraten und die Lebensqualität analysiert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die Eskalation auf eine Poly-Chemotherapie oder die Kombination von Chemotherapie mit Biologika in der Salvage-Situation keinen klaren Überlebensvorteil bietet. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Kombinationen stattdessen mit einer häufigen behandlungsbedingten Toxizität einhergehen. Eine Monotherapie mit Biologika oder Chemotherapeutika stellt demnach eine wirksame Alternative mit einem potenziell günstigeren Nebenwirkungsprofil dar.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review verbessern sowohl Chemotherapien als auch biologische Therapien das Gesamtüberleben im Vergleich zu Best Supportive Care. Die biologische Therapie erreicht dies ohne eine klare Zunahme schwerer Nebenwirkungen.

Der Review zeigt, dass die Zugabe einer biologischen Therapie zur Chemotherapie das Gesamtüberleben wahrscheinlich nicht verbessert. Zudem ist diese Kombination häufig mit einer erhöhten behandlungsbedingten Toxizität verbunden.

Beim direkten Vergleich von Irinotecan und Paclitaxel zeigt sich laut Review keine Evidenz für einen Unterschied beim Gesamtüberleben oder beim progressionsfreien Überleben. Auch eine Poly-Chemotherapie bietet keinen klaren Überlebensvorteil gegenüber einer Mono-Chemotherapie.

Es wird berichtet, dass schwere unerwünschte Ereignisse unter einer Immuntherapie möglicherweise seltener auftreten als unter einer Chemotherapie. Beim Gesamtüberleben gibt es wahrscheinlich keinen Unterschied zwischen den beiden Therapieformen.

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Quelle: Cochrane Review: Salvage systemic therapy for advanced gastric and oesophago-gastric junction adenocarcinoma (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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