CochraneIa2023Pädiatrie

Orale Stimulation bei Frühgeborenen: Evidenz & Wirkung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Frühgeborene mit einem postmenstruellen Alter von unter 37 Wochen zeigen häufig Verzögerungen beim Erreichen einer eigenständigen oralen Nahrungsaufnahme. Eine normale orale Nahrungsaufnahme gilt als wichtiger Indikator für die neuromotorische Integrität und die allgemeine Entwicklung.

Zudem ist die Fähigkeit zur oralen Ernährung ein entscheidendes Kriterium für den Zeitpunkt der Krankenhausentlassung. Es wird angenommen, dass verschiedene Interventionen zur oralen Stimulation den Säuglingen helfen können.

Ziel dieser Maßnahmen ist die Entwicklung der Saugfähigkeit und der oromotorischen Koordination. Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2023 untersucht die Wirksamkeit dieser Interventionen anhand von 28 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 1831 Teilnehmern.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass der routinemäßige Einsatz oraler Stimulation zur Beschleunigung der oralen Nahrungsaufnahme bei Frühgeborenen derzeit nicht durch hochwertige Evidenz gestützt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass in Studien beobachtete positive Effekte häufig auf methodische Mängel wie eine fehlende Verblindung des Personals zurückzuführen sein könnten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist dies derzeit unsicher. Die vorliegenden Studien zeigen zwar mögliche Effekte, weisen jedoch aufgrund methodischer Mängel eine sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz auf.

Im Vergleich zu nicht-oralen Interventionen kann die orale Stimulation die Dauer des Krankenhausaufenthalts möglicherweise reduzieren. Die Evidenz hierfür wird vom Review jedoch als niedrig eingestuft.

Der Review kommt zu dem Schluss, dass die Intervention wahrscheinlich wenig bis keinen Einfluss auf die Dauer der parenteralen Ernährung hat. Auch bei diesem Endpunkt ist die Datenlage stark limitiert.

Die Autoren des Reviews bemängeln vor allem die fehlende Verblindung des Personals und der Betreuer. Zudem wird die mangelnde Verdecktheit der Zuteilung (Allocation Concealment) in vielen Studien kritisiert.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Oral stimulation for promoting oral feeding in preterm infants (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.