Opioidinduzierte Obstipation: Mu-Opioid-Antagonisten

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Opioide sind ein zentraler Bestandteil der Schmerztherapie bei onkologischen und palliativen Erkrankungen. Eine häufige und belastende Nebenwirkung ist die opioidinduzierte Darmschädigung (OIBD), die sich durch Obstipation, unvollständige Entleerung, Blähungen und Reflux äußert.

Diese Nebenwirkungen führen zu einer erhöhten Morbidität und schränken die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein. Zur Behandlung der OIBD werden periphere Mu-Opioid-Rezeptor-Antagonisten (MOA) eingesetzt, um die Darmfunktion wiederherzustellen.

Dieser systematische Cochrane Review aus dem Jahr 2022 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener MOAs. Der Fokus liegt dabei auf dem Einsatz bei onkologischen und palliativen Krankheitsbildern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass der Einsatz von Mu-Opioid-Antagonisten wie Naldemedin und Methylnaltrexon zwar die Darmfunktion effektiv verbessert, aber gleichzeitig mit einem erhöhten Risiko für nicht-schwerwiegende unerwünschte Ereignisse einhergeht. Es wird daher indirekt nahegelegt, den Nutzen der Therapie stets gegen mögliche neue gastrointestinale oder systemische Nebenwirkungen abzuwägen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review erhöht subkutanes Methylnaltrexon die Wahrscheinlichkeit für eine spontane Stuhlentleerung bereits innerhalb von 24 Stunden um das Vierfache. Die Number Needed to Treat (NNTB) liegt hierbei bei 3.

Die Auswertung zeigt, dass Naldemedin kaum bis keine Auswirkungen auf Opioid-Entzugssymptome hat. Für Methylnaltrexon und die Kombination aus Naloxon und Oxycodon wird sogar eine Reduktion von Entzugssymptomen berichtet.

Der Review stellt fest, dass orales Naldemedin das Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse nicht signifikant erhöht. Allerdings verdoppelt sich das Risiko für nicht-schwerwiegende Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo.

Die Datenlage zu reinem oralem Naloxon ist laut Review sehr schwach. Es wurden keine ausreichenden Daten zu spontanen Stuhlentleerungen oder Nebenwirkungen berichtet, und es zeigte sich kein Unterschied in der Schmerzintensität.

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Quelle: Cochrane Review: Mu-opioid antagonists for opioid-induced bowel dysfunction in people with cancer and people receiving palliative care (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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