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Sexuelle Dysfunktion nach Schlaganfall: Therapie & Reha

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sexuelle Funktionsstörungen gehören zu den häufigsten, aber am wenigsten thematisierten Folgen eines Schlaganfalls. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erlebt nach einem Insult eine Beeinträchtigung der Sexualität.

Die Ursachen sind oft multifaktoriell und umfassen direkte Folgen wie verminderte Libido oder Erektionsstörungen. Zudem spielen sekundäre Faktoren wie Hemiparesen oder Spastiken sowie psychologische Anpassungsstörungen eine Rolle.

Der vorliegende Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Interventionen zur Behandlung dieser Dysfunktionen. Eingeschlossen wurden pharmakologische, psychoedukative und physiotherapeutische Ansätze.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review betont, dass das Fehlen robuster Evidenz für Interventionen bei sexueller Dysfunktion nach Schlaganfall nicht mit einer Unwirksamkeit gleichzusetzen ist. Es wird hervorgehoben, dass das Thema Sexualität in der Post-Schlaganfall-Betreuung aktiv angesprochen werden sollte, da es einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität der Betroffenen hat.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review sind sexuelle Funktionsstörungen sehr häufig. Mehr als 50 Prozent der Überlebenden eines Schlaganfalls erleben eine gewisse Einschränkung ihrer Sexualität.

Die Ursachen sind meist multifaktoriell. Sie reichen von direkten neurologischen Ausfällen über sekundäre physische Einschränkungen wie Spastiken bis hin zu psychologischen Faktoren wie Depressionen oder Ängsten.

Eine im Review eingeschlossene Studie untersuchte Beckenbodentraining, fand jedoch keinen signifikanten Unterschied zur Standardrehabilitation. Die Evidenzqualität für diese Aussage wird jedoch als sehr niedrig eingestuft.

Eine kleine Studie zeigte kurzfristige Verbesserungen durch Sertralin bei sekundärer Ejaculatio praecox. Der Review schlussfolgert jedoch, dass die Datenlage für eine verlässliche klinische Empfehlung aktuell nicht ausreicht.

Derzeit gibt es keine ausreichende Evidenz für den Nutzen spezifischer sexueller Rehabilitationsprogramme. Eine untersuchte Intervention zeigte keinen signifikanten Vorteil gegenüber rein schriftlichen Informationsmaterialien.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for sexual dysfunction following stroke (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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