Asymptomatische Bakteriurie Schwangerschaft: Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die asymptomatische Bakteriurie (ASB) tritt bei etwa 2 bis 15 % aller Schwangerschaften auf. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion des Urins ohne die klassischen Symptome eines Harnwegsinfekts.

Ohne Behandlung entwickeln laut Quelltext circa 30 % der betroffenen Schwangeren eine akute Pyelonephritis. Zudem wird eine unbehandelte ASB mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburtlichkeit und ein verringertes Geburtsgewicht assoziiert.

Als häufigster Erreger wird Escherichia coli identifiziert, der für bis zu 80 % der Isolate verantwortlich ist. Der vorliegende Cochrane Review untersucht die Effektivität einer antibiotischen Therapie hinsichtlich der Vermeidung dieser Komplikationen.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl die Antibiotikagabe bei asymptomatischer Bakteriurie in der Schwangerschaft weithin als Standard gilt, weist der Review auf die sehr niedrige Qualität der zugrundeliegenden Evidenz hin. Zudem wird hervorgehoben, dass ein einmaliges Screening vor der 20. Schwangerschaftswoche über 50 % der Infektionen übersehen kann. Dies stellt die Sensitivität der gängigen Screening-Praxis in Frage.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist Escherichia coli mit bis zu 80 % der Isolate der häufigste Erreger. Weitere identifizierte Bakterien umfassen Klebsiella-Spezies, Proteus mirabilis und Streptokokken der Gruppe B.

Der Quelltext gibt an, dass bei ausbleibender Behandlung bis zu 30 % der Schwangeren mit asymptomatischer Bakteriurie eine akute Pyelonephritis entwickeln. Die Inzidenz variierte in den unbehandelten Kontrollgruppen der Studien zwischen 2,2 % und 36 %.

Der Goldstandard ist die quantitative Urinkultur aus einem Mittelstrahl- oder Katheterurin. Die Diagnose wird in den meisten Studien ab einer Keimzahl von über 100.000 Bakterien pro Milliliter gestellt.

Die Meta-Analyse zeigt eine mögliche Verringerung der Frühgeburtlichkeit durch die Antibiotikagabe. Die Autoren betonen jedoch, dass die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz aufgrund methodischer Mängel der Studien als niedrig eingestuft wird.

Der Review stellt fest, dass die optimale Behandlungsdauer unbekannt ist. Sowohl Kurzzeittherapien als auch kontinuierliche Behandlungen zeigten in den Studien einen Effekt auf die Reduktion von Pyelonephritiden.

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Quelle: Cochrane Review: Antibiotics for asymptomatic bacteriuria in pregnancy (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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