Asthma bronchiale: Diagnostik und Stufentherapie
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht P05-05B fasst die evidenzbasierte Patienteninformation zum Thema Asthma zusammen. Asthma bronchiale wird als chronische Entzündung der Atemwege beschrieben, die mit einer Überempfindlichkeit der Bronchien einhergeht.
Laut Bericht führt diese Entzündungsbereitschaft zu einer Schleimhautschwellung, vermehrter Schleimproduktion und einer Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur. Dies äußert sich typischerweise durch anfallsartige Atemnot, pfeifende Atmung und Husten.
Die Erkrankung betrifft etwa fünf bis zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen. Als wesentliche Risikofaktoren werden familiäre Vorbelastungen, andere allergische Erkrankungen und das Rauchen der Eltern genannt.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht warnt ausdrücklich davor, langwirksame Beta-2-Mimetika als alleinige Dauertherapie einzusetzen, da dies zu lebensbedrohlichen Asthmaanfällen führen kann. Diese Wirkstoffgruppe muss stets in Kombination mit inhalativen Kortikosteroiden verordnet werden. Zudem wird betont, dass bei schwerem Asthma das Risiko von Asthmaanfällen deutlich größer ist als mögliche langfristige Nebenwirkungen einer Kortikoid-Dauertherapie.
Häufig gestellte Fragen
Laut Bericht können bei beschwerdefreien Patienten Provokationstests oder Belastungstests durchgeführt werden, um eine Überempfindlichkeit der Atemwege nachzuweisen. Alternativ kann ein Lysetest mit einem bronchienerweiternden Asthmaspray erfolgen.
Als wesentliche Dauermedikamente nennt der Bericht inhalative Kortikosteroide. Zusätzlich können langwirksame Beta-2-Mimetika oder Leukotrienantagonisten eingesetzt werden, um die Entzündungsbereitschaft langfristig zu unterdrücken.
Der Bericht stellt klar, dass körperliche Aktivität für die meisten Betroffenen wichtig ist und die Leistungsfähigkeit von Lunge und Herz verbessert. Es wird lediglich empfohlen, bei anstrengungsinduziertem Asthma gegebenenfalls vorab ein Bedarfsmedikament anzuwenden.
Gemäß den zitierten Studien gibt es für homöopathische Verfahren oder Akupunktur keine ausreichenden Nachweise für eine Wirksamkeit bei Asthma. Der Bericht stuft diese Methoden als nicht evidenzbasiert ein.
Hausstaubmilben gelten als häufiger Auslöser für allergisches Asthma. Der Bericht weist jedoch darauf hin, dass der Nutzen von Sanierungsmaßnahmen wie speziellen Matratzenüberzügen oder häufigem Waschen wissenschaftlich umstritten ist.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: IQWiG P05-05B: Evidenzbasierte Patienteninformationen zum Thema "Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen - Asthma" (IQWiG, 2008). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
Fachärztliche Diagnostik und Therapie von Asthma
Management von schwierigem und schwerem Asthma bei Kindern und Jugendlichen
IQWiG P05-05A: Evidenzbasierte Patienteninformationen zum Thema "Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen - COPD"
S3-Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma
Laborwert: Berufsallergene IgE
Laborwert: Inhalationsallergene IgE
Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma v5 (NVL, 2024)
IQWiG V06-02A: Standard zur Diagnosestellung eines Asthma bronchiale bei Kleinkindern
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen