Arzneimittelsicherheit: Nebenwirkungen und Dosierung
Hintergrund
Das Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) informiert über aktuelle Risikobewertungen. Ziel ist die Verbesserung der Kommunikation möglicher Arzneimittelrisiken und die Stärkung der Pharmakovigilanz.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Neubewertung pflanzlicher Arzneimittel wie Weißdorn und Ginkgo durch den europäischen Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC). Zudem werden neue Sicherheitssignale bei modernen Immuntherapien beleuchtet.
Darüber hinaus thematisiert die Publikation aktuelle Lieferengpässe sowie spezifische Warnhinweise zu einzelnen Präparaten. Es wird betont, wie wichtig die Meldung von Verdachtsfällen unerwünschter Arzneimittelwirkungen durch medizinische Fachkreise ist.
💡Praxis-Tipp
Bei der Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren (wie Nivolumab oder Pembrolizumab) wird empfohlen, auf untypische, immunvermittelte Nebenwirkungen zu achten, die sich von klassischen Chemotherapien unterscheiden. Das Auftreten einer Panzytopenie oder Agranulozytose stellt ein neues, potenzielles Risikosignal dar, das eine engmaschige Überwachung des Blutbildes rechtfertigt. Zudem wird bei unerklärlichen kardialen Symptomen eine Abklärung hinsichtlich einer autoimmunen Myokarditis angeraten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Bericht zeichnen sich Checkpoint-Inhibitoren durch immunvermittelte Nebenwirkungen aus. Dazu gehören Entzündungen von Darm, Leber, Lunge und Hirnanhangsdrüse sowie potenziell kardiotoxische Reaktionen und Panzytopenien.
Die Publikation stellt klar, dass die Anwendung von Weißdorn bei Herzinsuffizienz (NYHA II) nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entspricht. Es wird vor dem Risiko einer Fehlbehandlung gewarnt, weshalb nur noch eine traditionelle Anwendung bei nervösen Herzbeschwerden vorgesehen ist.
Gemäß der Neubewertung durch den europäischen Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel konnte für Ginkgo kein ausreichender Wirksamkeitsbeleg bei Tinnitus erbracht werden. Gleiches gilt für die periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Der Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts verneint dies eindeutig. Zahlreiche Studien zeigen keinen Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und der Entstehung einer Multiplen Sklerose.
Bei der Umstellung von Exjade-Suspensionstabletten auf Filmtabletten wird eine Dosisreduktion um 30 Prozent empfohlen. Dies ist laut BfArM durch die höhere Bioverfügbarkeit der neuen Filmtabletten begründet.
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Quelle: AkdÄ: Publikation des Paul-Ehrlich-Instituts: Verdachtsfälle (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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