Apikaler Vaginalprolaps: Sakrokolpopexie vs. Vaginal-OP
Hintergrund
Der apikale Vaginalprolaps beschreibt den Senkungszustand des Uterus oder des Scheidenblindsacks nach einer Hysterektomie. Für die chirurgische Behandlung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, deren Überlegenheit lange Zeit nicht eindeutig geklärt war.
Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2023 evaluiert die Sicherheit und Wirksamkeit verschiedener chirurgischer Interventionen. Ziel ist es, die optimalen Behandlungsmethoden für betroffene Frauen zu identifizieren.
Die primären Endpunkte der zugrundeliegenden Meta-Analyse umfassen die subjektive Wahrnehmung des Prolaps, die Notwendigkeit von Folgeoperationen sowie das objektive Prolapsrezidiv. Insgesamt wurden 59 randomisiert-kontrollierte Studien mit über 6700 Patientinnen eingeschlossen.
💡Praxis-Tipp
Bei der chirurgischen Therapie des apikalen Vaginalprolapses wird von der Verwendung transvaginaler Netze abgeraten, da diese keinen Vorteil gegenüber Eigengewebe bieten und ein hohes Risiko für Netzexpositionen bergen.
Häufig gestellte Fragen
Die sakrale Kolpopexie zeigt bessere klinische Ergebnisse als vaginale Verfahren. Sie ist mit einem geringeren Risiko für Prolapswahrnehmung, Rezidive und Folgeoperationen assoziiert.
Nein, transvaginale Netze bieten keinen Vorteil gegenüber einer Reparatur mit Eigengewebe. Zudem bergen sie ein Risiko von 17,5 % für eine Netzexposition.
Die klinischen Endpunkte unterscheiden sich zwischen den Zugangswegen nicht signifikant. Der laparoskopische Zugang bietet jedoch Vorteile wie eine kürzere Operationszeit im Vergleich zur Robotik und eine kürzere Liegezeit als offene Verfahren.
Bei den primären Endpunkten wie Rezidiven oder Folgeoperationen gibt es keine signifikanten Unterschiede. Allerdings ist die totale Vaginallänge nach einer vaginalen Hysterektomie im Durchschnitt kürzer.
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Quelle: Cochrane Review: Surgery for women with apical vaginal prolapse (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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