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Akute Bronchiolitis: Indikation zur Atemphysiotherapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute Bronchiolitis ist die häufigste Ursache für medizinische Notfälle bei Säuglingen und Kleinkindern unter 24 Monaten in den Wintermonaten. Sie wird durch Viren verursacht und führt zu einer Flüssigkeitsansammlung, Schwellung und Verengung der Atemwege.

Um die Befreiung der Atemwege von Schleim zu unterstützen und die Atmung zu erleichtern, wird in der Praxis gelegentlich eine Atemphysiotherapie angewendet. Zu den gängigen Methoden zählen Vibrations- und Perkussionstechniken, forcierte Ausatmung sowie langsame passive Ausatmung.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2023 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit dieser verschiedenen atemphysiotherapeutischen Techniken. Die Evidenz basiert auf 17 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 1679 Kindern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Reviews ist, dass Säuglinge mit einer schweren akuten Bronchiolitis im Krankenhaus nicht von einer Atemphysiotherapie profitieren. Wenn eine physiotherapeutische Unterstützung der Atemwege erwogen wird, sollte sich diese auf Techniken der langsamen passiven Ausatmung bei Kindern mit lediglich moderatem Schweregrad beschränken. Konventionelles Abklopfen oder forcierte Manöver sind laut Evidenz obsolet und potenziell schädlich.

Häufig gestellte Fragen

Nein, der Cochrane Review zeigt, dass konventionelle Techniken wie Perkussion (Abklopfen) und Vibration die Schwere der Erkrankung nicht verbessern. Es wird von der routinemäßigen Anwendung abgeraten.

Laut Evidenz zeigen lediglich Techniken der langsamen passiven Ausatmung einen leichten bis mäßigen Nutzen. Dieser Effekt wurde vor allem bei Säuglingen mit moderater Bronchiolitis beobachtet.

Ja, insbesondere bei Techniken der forcierten Ausatmung wurden schwere Nebenwirkungen wie Erbrechen, respiratorische Destabilisierung und Bradykardien dokumentiert. Sanftere, langsame Ausatemtechniken weisen hingegen kaum Komplikationen auf.

In den meisten Studien konnte keine Verkürzung der Liegedauer oder der Sauerstoffgabe nachgewiesen werden. Lediglich eine einzelne Studie zu langsamen Ausatemtechniken zeigte eine signifikante Reduktion der Krankenhausverweildauer.

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Quelle: Cochrane Review: Chest physiotherapy for acute bronchiolitis in paediatric patients between 0 and 24 months old (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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