Natpar (Parathormon): Produktionsende und Lieferengpass
Hintergrund
Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2022 informiert über das Ende der Verfügbarkeit von Natpar (Parathormon). Das Medikament wird bei Erwachsenen mit chronischem Hypoparathyreoidismus eingesetzt, wenn sich dieser durch eine Standardtherapie nicht ausreichend kontrollieren lässt.
Laut Mitteilung wird die Produktion von Natpar Ende 2024 weltweit eingestellt. Als Grund werden unüberwindbare Probleme bei der Herstellung genannt.
Die noch verfügbaren Dosen werden laut AkdÄ weiterhin ausgeliefert, bis die Bestände aufgebraucht oder abgelaufen sind. Der Hersteller kündigt an, bis zum Produktionsende über absehbare Lieferengpässe zu informieren.
💡Praxis-Tipp
Ein kritischer Punkt beim Absetzen oder bei der Dosisanpassung von Natpar ist das hohe Risiko einer Hypokalzämie. Der Rote-Hand-Brief betont die absolute Notwendigkeit, in diesen Phasen den Serumkalziumspiegel engmaschig zu überwachen und die Begleitmedikation mit aktivem Vitamin D und Kalzium proaktiv anzupassen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief der AkdÄ wird die weltweite Produktion Ende 2024 aufgrund unüberwindbarer Probleme bei der Herstellung beendet.
Nein, die Mitteilung rät ausdrücklich davon ab, neue Behandlungen mit Natpar zu beginnen. Dies betrifft alle verfügbaren Dosisstärken.
Es wird eine engmaschige Überwachung des Serumkalziumspiegels empfohlen, um einer Hypokalzämie vorzubeugen. Zudem muss die Substitution mit Kalzium und aktivem Vitamin D sorgfältig angepasst werden.
Bei Nichtverfügbarkeit der 100-Mikrogramm-Dosis wird empfohlen, dass behandelnde Ärzte ein alternatives Dosierungsschema basierend auf ihrer klinischen Erfahrung verschreiben.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Natpar® (Parathormon): Einstellung der Produktion Ende 2024 und Update zum Lieferengpass bei der 100-Mikrogramm-Dosis.Drug (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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